Elektrifizierte Zementlogistik von Holcim

VOLVO TRUCKS Mit dem stetigen Ausbau der Elektrifizierung der Beton- und Zementlogistik kommt Holcim Schweiz dem Netto-Null-Ziel immer näher. Neu beliefert ein E-LKW der Hugelshofer Logistik emissionsfrei Betonwerke im Thurgau mit Zement.

Mit einem Volvo FH4x2 Electric – dem ersten seriengefertigten schweren E-LKW – wickelt Hugelshofer für Holcim Schweiz die Zementlogistik ab.

E-Mobilität ist für Holcim Schweiz ein wichtiger Meilenstein für den Ausbau ihrer nachhaltigen Transportlösungen. „Vor zwei Jahren hat Holcim als einer der ersten Baustoffhersteller der Schweiz Elektro-Betonfahrmischer in den Regionen Basel, Genf und Nordostschweiz auf die Strasse gebracht. Wir freuen uns, dass wir nun auch in der Zementlogistik auf Elektrifizierung setzen“, sagt Michael Brogioli, Manager Logistics Operations Schweiz und Haut-Rhin bei Holcim Schweiz. Seit Ende Januar beliefert ein Elektro-LKW aus dem Fuhrpark der Hugelshofer Logistik AG Betonwerke in der Bodenseeregion mit Holcim-Zement.

Emissionsfreie Logistik dank Elektroantrieb
E-LKW sind ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltigem Transportwesen. „Der Elektroantrieb eines LKW spart jährlich bis zu 80 Tonnen CO2 im Vergleich zu einem fossil betriebenen Diesel-LKW ein“, so Michael Brogioli. Vorerst wird ein E-LKW des Volvo Serienmodells FH4x2 Electric – es handelt sich um die ersten schweren E-Lastwagen aus einer Serienfertigung – für die Kundschaft in der Ostschweiz eingesetzt, die Fahrten werden von der Hugelshofer Logistik AG ausgeführt. Weitere Anschaffungen sind in Planung mit dem Ziel, bis 2030 den CO2-Austoss in der Zementlogistik von Holcim um ein Viertel zu reduzieren. „In der Hugelshofer Logistik AG haben wir eine starke Partnerin gefunden, die unsere ambitionierte Nachhaltigkeitsvision teilt. Mit diesem Projekt beschleunigen wir gemeinsam den Wandel in der Logistikbranche weg von fossil betriebenen Trucks und hin zu E-LKWs“, erklärt Brogioli.

Dank des emissionsfreien Elektroantriebs der LKW werden keine direkten Schadstoffe wie Stickstoffoxide ausgestossen und Lärm wird auf ein Minimum reduziert. Die Lastwagen sind mit 540 kWh-Akkus ausgestattet, der Motor leistet 490 kW und die Reichweite kann zuverlässig mit 300 Kilometern beziffert werden. An einem Fastcharger mit 350 kWh sind die Batterien in rund 90 Minuten wieder vollgeladen. „Mit der Investition in E-LKW und die entsprechende Ladeinfrastruktur kommen wir unserem Ziel eines nachhaltigen Gütertransports einen grossen Schritt näher“, so Martin Lörtscher, CEO der Hugelshofer Logistik AG.

Die Firma Möckli Beton AG ist einer der ersten Kunden in der Region, die mit dem E-LKW beliefert werden. „Mit unserem Recyclingbeton schliessen wir den Stoffkreislauf. Daher freuen wir uns sehr, dass wir Zementlieferungen von Holcim ab sofort umweltfreundlich per E-LKW erhalten“, sagt Chris Möckli, Inhaber der Möckli Beton AG mit Sitz in Eschenz.

Pionierin in der Holcim Gruppe
Mit der Flottenerweiterung unterstützt Holcim Schweiz auch die Nachhaltigkeitsambitionen der Holcim Gruppe, die sich im Bereich Transport das Ziel gesetzt hat, bis 2030 30% aller LKW mit emissionsfreier Technologie zu erwerben. Der E-LKW von Holcim Schweiz und der Hugelshofer Logistik AG bildet hierbei den globalen Auftakt.

Mit dem Einsatz von E-Fahrmischern von Designwerk legte Holcim vor zwei Jahren den Grundstein für einen nachhaltigen Betontransport. Nun folgt mit den E-LKW-Fahrten der Startschuss für die Elektrifizierung der Zementlogistik. Auch im Bereich Kies wird nach zukunftsfähigen Mobilitätslösungen gesucht: Holcim Schweiz arbeitet mit Hochdruck an der Umrüstung von Fahrzeugen und Maschinen auf elektrische Antriebsformen. Zudem ist der Ausbau der Transportkapazitäten auf der Schiene integraler Bestandteil der Netto-Null-Roadmap: Wo immer möglich, setzt Holcim Bahnwagen ein. Derzeit werden ca. 30 Prozent der Zementlieferungen über die Schiene abgewickelt, was jährlich rund 90 Prozent CO2 im Vergleich zum Strassengüterverkehr einspart. Mit dem E-LKW fokussiert Holcim auf jene Betonwerke in der Schweiz, die ohne Bahnanschluss sind.

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