Zugabe im Truck Center Winterthur
PERSÖNLICH Eigentlich könnte Franz Grosser seit Januar dieses Jahres seinen Ruhestand geniessen. Das Angebot, das neue Truck Center Winterthur als Betriebsleiter aufzubauen, konnte er dann aber doch nicht ausschlagen. Wir sprachen mit ihm an der Eröffnung.

Die grösste Herausforderung wird sein, die Kunden zu überzeugen, in unsere Werkstatt zu kommen», ist Franz Grosser überzeugt. Der 65-jährige ehemalige Betriebsleiter des Truck Centers Dällikon könnte eigentlich seit Januar seinen Ruhestand in Wängi TG geniessen. Doch heute leitet er das neue Truck Center Winterthur (TIR 6-19). Die Chance, den Betrieb aufzubauen, konnte er nicht ablehnen. Zu seinen Aufgaben gehören Betriebsführung, Mitarbeiterführung, Kundenpflege und das Zubringen von Kunden. «Wir sind neu und ermöglichen mit der Eröffnungsveranstaltung allen, sich einen Eindruck zu verschaffen», ergänzt er seine Aussage. «Für beide Marken – Volvo Trucks und Renault Trucks – haben wir mit unseren Startpackages bis Ende Jahr je ein attraktives Sonderangebot. Es handelt sich um Wartungsverträge, bei Renault auch für Lieferwagen.» Dazu gehört auch ein Gratisreifenwechsel für Lieferwagen jeder Marke.

Grosser absolvierte eine Lehre zum Maschinenschlosser, hängte eine Zusatzlehre zum Automechaniker Nutzfahrzeuge an und beendete seine Ausbildung mit der Meisterprüfung. «Seit ich zwanzig war, habe ich immer auf Lastwagen gearbeitet», so Grosser. «Zuerst als Betriebsmechaniker, später als Werkstattchef in verschiedenen Betrieben, darunter auch in St. Gallen bei der Ruga.» Der Betrieb wurde 1997 von der Emil Frey AG gekauft (heute Autopark St. Gallen). Nutzfahrzeuge passten da nicht mehr in die Strategie, also wurde der Händlervertrag mit Volvo Trucks aufgelöst. Etwa zur selben Zeit war Volvo Trucks daran, ein eigenes Werkstattnetz aufzubauen, so auch 1999 die Niederlassung in Niederuzwil. «Ich bewarb mich als Betriebsleiter», erzählt Grosser. «Diese Aufgabe erfüllte ich während 20 Jahren.» Den Schlussakzent sollte die Betriebsleitung in Dällikon setzen, die er während sieben Monaten führte. «Dann wurde ich gefragt, ob ich Winterthur aufbauen möchte. Im Dezember fand das Gespräch statt und ich sagte zu bis Ende dieses Jahres. Ich mache es gerne, ich mag Kundenkontakt und bin gerne mit den Mitarbeitern zusammen.»
In seiner Freizeit fährt Grosser im Winter gerne Ski. «Und ich habe ein Boot auf dem Bodensee.» Das elf Meter lange und 3,60 Meter breite Motorboot ist wie ein Hausboot ausgestattet. «Es hat auch eine Heizung. Wir fahren oft auch im Winter raus. Mein Traum wäre, einen Sommer lang nur auf dem Schiff zu leben und von Hafen zu Hafen zu ziehen.» Wenn Grosser auf sein Arbeitsleben zurückblickt, fällt ihm auf: «Ohne meine Frau hätte ich das nicht geschafft. Das bedingte natürlich, dass man auch privat mit den Kunden verkehrte. Beim Importeur hiess es, ich sei nicht wie ein Betriebsleiter, sondern wie ein Unternehmer, der zum Betrieb schaut, als ob er ihm gehören würde. Dem Kunden ist es wichtig, dass man sich für ihn Zeit nimmt, ihm zuhört und ihn ernst nimmt. Und dann, dass er einen guten und schnellen Service bekommt. Das Persönliche wird auch künftig wichtig sein, vor allem, dass man mit den Chauffeuren ein gutes Verhältnis hat, damit sie Vertrauen in die Werkstatt haben.»