50 Jahre Kamag Transporttechnik
JUBILÄUM Der Ulmer Spezialfahrzeughersteller Kamag Transporttechnik feiert 2019 das 50-jährige Bestehen und hält mit seinen Transportlösungen für eine Vielzahl von Industriesegmenten weltweit Rekorde.

1969 gründeten der Unternehmer Franz-Xaver Kögel und der Ingenieur Karl Weinmann die Karlsdorfer Maschinenbau Gesellschaft – kurz: Kamag. Die Geschäftspartner wollten spezielle Transportlösungen für schwerste Lasten bauen, um den Schwertransport unabhängig von der Eisenbahn auf der Strasse abwickeln zu können. Das Geschäft mit den Sonderfahrzeugen verlief vom Start weg erfolgreich und eine starke Internationalisierung prägte bereits die Anfangstage des Unternehmens. Bald kam die Nachfrage nach den Spezialfahrzeugen aus aller Welt. Seit 2004 gehört Kamag Transporttechnik zur TII Group der Heilbronner Unternehmerfamilie Otto Rettenmaier. Das Unternehmen stand zum Verkauf, da die Muttergesellschaft, der Anhängerhersteller Kögel, in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Kamag selbst war jedoch nicht von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen. Otto Rettenmaier kaufte das Unternehmen aus Begeisterung für Technik und um Synergien mit seinen anderen Fahrzeugherstellern Scheuerle und Nicolas zu heben.

Ein Vollsortiment für die innerbetriebliche Logistik von Stahlproduzenten
Wichtige Standbeine von Kamag Transporttechnik sind nutzlaststarke und ebenso robuste wie auch präzise zu steuernde Sonderfahrzeuge für die Schwer- und Energieindustrie sowie für den Anlagen- und Brückenbau. Den Stahlproduzenten bietet das Ulmer Unternehmen ein Vollsortiment für die innerbetriebliche Logistik, wobei hier vor allem die Schlacken- und Brammentransporter eine besondere Stellung einnehmen. Von grosser Bedeutung ist auch das Wiesel. Ein Wechselbrückenhubfahrzeug für die Hoflogistik, das heute schon mit rein elektrischem Antrieb und als hoch automatisierte, fahrerlose Ausführung zu haben ist.

Modulare Plattformwagen für theoretisch unbegrenzte Nutzlast
Grosse Bedeutung kommt auch selbstfahrenden, modularen Plattformwagen zu. In Kombination von mehreren Einheiten bieten sie theoretisch unbegrenzte Nutzlast. Kunden weltweit nutzen sie beispielsweise, um besonders schwere überdimensionale technische Anlagen, Baumaschinen, Raumfähren und Flugzeuge mit Nutzlasten von vielen tausend Tonnen zu befördern.
