Halbjahresbilanz: VWN zurück in der Gewinnzone
VOLKSWAGEN NUTZFAHRZEUGE Trotz eines weiterhin herausfordernden Umfelds kann der Deutsche Hersteller nach sechs Monaten im 2021 ein Operatives Ergebnis von 87 Mio. Euro vorweisen. Im Vorjahreszeitraum lag der Vergleichswert bei - 334 Mio. Euro.

Die Ergebnisse des Vorjahres waren stark geprägt durch die Corona-Pandemie mit sinkenden Verkaufszahlen und vorübergehenden Werksschliessungen ohne aktive Produktion. Dies führte im Gesamtjahr 2020 gar zu einem Verlust. Im ersten Halbjahr 2021 stieg der Umsatz um 1,1 Mrd. Euro auf 5,3 Mrd. Euro.
Trotz des guten Ergebnisses bleibt die Situation weiter angespannt. Die Lage auf den Zuliefermärkten ist weiterhin unsicher, die Corona-Pandemie ist längst nicht besiegt und wir sehen grosse Unterschiede in unseren Vertriebsregionen weltweit. Dennoch stimmt mich das erste Halbjahr positiv, auch mit Blick auf das Gesamtjahr 2021″, kommentiert Carsten Intra, Vorsitzender des Vorstands von VWN, das Ergebnis.
Im ersten Halbjahr konnten vor allem Multivan, Transporter und Crafter starke Zuwächse erzielen: Gut 95’000 Fahrzeuge der T-Baureihe wurden Kunden übergeben (+54 Prozent) und über 35’000 Crafter (+43 Prozent). Beim Caddy waren es knapp 50’000 Fahrzeuge. Damit lag der neu aufgelegte Stadtlieferwagen wegen des Modellwechsels und wegen der sehr angespannten Situation bei Halbleiter-Produkten leicht unter dem Vorjahreswert (-4 Prozent).
Der Amarok, der nach dem Auslauf der Produktion in Hannover weiter im argentinischen Pacheco produziert wird, lag bei gut 24’000 Auslieferungen an Kunden – vor allem in Australien und Südamerika – und damit knapp auf Vorjahresniveau (-3 Prozent).
Erneut stieg die Nachfrage nach den beliebten Camper-Vans von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Auftragseingänge des California 6.1 stiegen im ersten Halbjahr 2021 um gut 40 Prozent gegenüber dem bereits starken Vorjahreswert. Auch sein grosser Bruder – der Grand California – legte im Vergleichszeitraum stark zu: die Auftragseingänge verdoppelten sich.
Finanzvorstand Michael Obrowski: „Die Halbjahresbilanz ist neben dem Anziehen in den europäischen Märkten und einem guten Volumenmix vor allem auf das im vergangenen Jahr gestartete Kostenprogramm GRIP-Performance zurückzuführen. Von diesem Programm und seiner konsequenten Umsetzung werden wir auch in den kommenden Monaten weiter profitieren. Ein zusätzlicher Effekt kam im ersten Halbjahr aus dem starken Gebrauchtwagengeschäft, das über unseren Erwartungen lag.