Standort für gemeinsames US-Batteriezellenwerk
KOOPERATION Das geplante Joint Venture von Daimler, Cummins/Accelera und Paccar für eine hochmoderne Fertigung von Batteriezellen in den USA hat den Bundesstaat Mississippi als Standort für die künftige Fabrik ausgewählt. Fabrikationsstart ist 2027 geplant.

Geteilte Entwicklungs- und Fertigungskosten und eine höhere Skalierbarkeit stehen hinter dem Ansinnen von Daimler Truck, Paccar und Accelera by Cummis, in einem Joint Venture die Batteriezellen für elektrische Nutzfahrzeuge gemeinsam herzustellen. Am im Herbst 2023 angekündigten Gemeinschaftsprojekt sind alle drei zu je 30 Prozent beteiligt, die restlichen zehn Prozent hält der Technologiepartner EVE Energy, der Know-how im Batteriezellendesign und in der Fertigung in das Unternehmen einbringt.
Nun haben die Partner für ihr Gemeinschaftsunternehmen den US-Bezirk Marshall County im Bundesstaat Mississippi als zukünftigen Standort für ein hochmodernes Batteriezellenwerk ausgewählt. Die Herstellung von Batteriezellen für elektrische Nutzfahrzeuge wird voraussichtlich mehr als 2000 Arbeitsplätze in der Produktion schaffen. Sollte die Nachfrage über das aktuell Projektierte hinausgehen, bestehen Erweiterungsmöglichkeiten. 2027 soll die 21-GWh-Fabrik mit der Fertigung der Batteriezellen beginnen. Das Unternehmen wird sich auf die Lithium-Eisenphosphat-Batterietechnologie (LFP) für die Anwendung in batterieelektrischen Nutzfahrzeugen konzentrieren.
«Die Standortauswahl ist ein konkreter Schritt auf dem Weg unserer Destination-Zero-Strategie und unterstreicht unsere Vision, die Industrie bei der Dekarbonisierung anzuführen», sagt Jennifer Rumsey, Vorsitzende und CEO von Cummins. John O’Leary, Präsident und CEO von Daimler Truck North America, ergänzt: «Die lokale Produktion von Batteriezellen ist ein wichtiger Bestandteil, um unseren Kunden – die Transportflotten, die Amerika und die Welt bewegen – kosteneffiziente Angebote zur Dekarbonisierung ihrer Geschäftsabläufe anzubieten.»
Paccar wiederum pflegt schon länger gute Beziehungen zum Bundesstaat, zu den Gemeinden und somit zu den Menschen von Mississippi. Preston Feight, Paccar-CEO: «Wir freuen uns darauf, mit dieser neuen Batteriezellenfabrik diese Partnerschaft im Norden von Mississippi zu erweitern.» Diese Produktionsstätte werde branchenführend sein, damit die Joint-Venture-Partner ihren Kunden kostengünstige und emissionsfreie Lösungen anbieten können.
Die Gründung des Joint Ventures unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und muss durch die die Fusionskontrolle und die Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Dazu gehört auch die Einreichung einer freiwilligen vollständigen Mitteilung an das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS).