Zweiter Lean & Green Stern für Krummen Kerzers
SWISS LOGISTICS AWARD Als erstes Schweizer Transport- und Logistikunternehmen durfte Krummen Kerzers für seine konsequente Reduktion von Treibhausgasen am 8. Juni 2022 den zweiten Lean & Green Stern in Empfang nehmen.

Übergeben hat die in der Branche begehrte Trophäe schon wie in früheren Jahren Mona Vetsch, die national bekannte Moderatorin des GS1 Anlasses. «Den Oscar der Schweizer Logistikbranche», so nannte sie die Preisverleihung der Swiss Logistics und Lean & Green Awards vom 8. Juni. «Ausgezeichnet werden die Besten von den Besten und sie alle sind Gewinner und Gewinnerinnen.»
Der zweite Lean & Green Stern wird für eine mindestens zehnprozentige Minderung der Treibhausgase innerhalb von drei Jahren verliehen. «Wir konnten unsere Emissionen binnen 24 Monaten um über 20 Prozent reduzieren, damit übertreffen wir das geforderte Ziel erheblich. Wir sind sehr stolz darauf und arbeiten bereits an kommenden Projekten für weitere Reduktionen», freut sich Peter Krummen.
Über 90 Prozent der relevanten Emissionen entstehen bei Krummen Kerzers im Transport. Entsprechend wichtig ist eine Umstellung der Antriebstechnologie. Fossile Treib- und Brennstoffe werden sukzessive durch Alternativen ersetzt. Mit dem heutigen Stand der Technik, den bestehenden Rahmenbedingungen und der Infrastruktur ist es jedoch noch nicht möglich, eine komplette Dieselflotte durch erneuerbare Antriebskonzepte zu ersetzen.

Andere Massnahmen erzeugen derweil grosse Wirkung. So tragen das Fahrercoaching, die Mitarbeiterschulung und die Sensibilisierung allgemein einen erheblichen Teil zur Reduktion bei. Nebst der Antriebstechnologie spielen technisch auch die Digitalisierung und Automatisierung eine grosse Rolle. «Durch die Investition in modernste, intuitive Planungssoftware konnten die Auslastung und Verfügbarkeit unserer Fahrzeugflotte noch weiter optimiert werden. So werden Kilometer vermieden und die Auslastung erhöht. Das spart Kosten und CO2», so Hans Krummen.
Bei den Antriebskonzepten braucht es technologieoffene Lösungen und faire Bedingungen für alle. «Wir haben bereits vollelektrische Zugmaschinen, Antriebe mit Flüssigerdgas und Biogas-LKW. Alle drei Technologien haben ihre Berechtigung und werden je nach Einsatzgebiet benötigt. Abgesehen vom Elektroantrieb profitiert jedoch keine andere Antriebsform von staatlicher Förderung. Wir setzen uns daher aktiv dafür ein, dass sich die Politik einer technologieoffenen Lösung besinnt, damit die Klimaziele rechtzeitig erreicht werden können», fasst Peter Krummen zusammen.