Briten nutzen Magnas Offroad-Kompetenz für Ineos
OFFROAD-ARBEITSFAHRZEUG Ineos Automotive arbeitet an der Lancierung eines neuen Allrad-Arbeitstieres und setzt dabei unter anderem auf die Partnerschaft mit Magna Steyr. Der Wagen soll Grenadier heissen und 2021 in England in Produktion gehen.

2017 war Jahr eins, nachdem Land Rover die Produktion seines Defender eingestellt hatte. Für viele Firmen verschwand daher ein probates Arbeitstier für anspruchsvolle Einsätze ausserhalb des Netzes von befestigten Strassen. Dieser Mangel hat den Auto-Enthusiasten Jim Ratcliffe auf den Plan gerufen. Der Brite hat die Ineos Automotive Limited gegründet, als Teil des weltweit agierenden Petrochemiekonzerns Ineos Group. Mit seiner neuen Firma hat sich Ratcliffe zum Ziel gesetzt, die Lücke, welche der Defender gerissen hatte, durch einen auf harte Einsätze fixierten Geländewagen zu füllen. Der Grenadier soll die bestmögliche Geländetauglichkeit, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit bieten für all jene, die ihr Fahrzeug als Werkzeug benutzen.
Von Beginn weg hat sich Ineos Automotive nach Partnern umgeschaut. So soll der Grenadier BMW-Motoren erhalten (Benzin und Diesel), und die Ingenieurskompetenz holen sich die Briten in Österreich bei Magna. Magna Powertrain ist für die Chassis- und Fahrwerkentwicklung verantwortlich, wobei das Fahrzeug von Grund auf neu entwickelt wird. Der Pinzgauer auf dem Foto dient lediglich als Kulisse zur Untermauerung der langen Geschichte von Magna mit Steyr Puch im Feld der Offroad-Kompetenz.
Für den Übergang vom Konzept zum Serienprodukt haben Ineos und Magna ihre Zusammenarbeit verstärkt. «Wir sind froh, von der langen Erfahrung von Magna in der Entwicklung von Allradtechnologien profitieren zu können», erklärt Dirk Heilmann, CEO von Ineos Automotive. Frank Klein, Leiter der Produktion und Entwicklung von Gesamtfahrzeugen bei Magna Steyr, ergänzt: «Magna ist in einer besonderen Position, denn wir können mit unserer Expertise traditionelle Autobauer unterstützen und gleichzeitig neuen Mitspielern den Weg ebnen. Wir sind begeistert, dass wir Ineos Automotive dabei helfen können, den Grenadier zu realisieren.» Gebaut werden wird der Ineos Grenadier in neuen Fertigungsanlagen in Bridgend, Südwales. Da der Wagen für den weltweiten Einsatz konzipiert wird, dürfen auch Schweizer Interessenten auf einen Import hoffen.