Erste Ladestation für Elektro-LKW im Hafen von Rotterdam eröffnet

CONTAINERVERKEHR Die Port of Rotterdam Authority eröffnete am 26. Januar 2024 gemeinsam mit Truckparkings Rotterdam Exploitatie (TRE) die erste Elektro-Ladestation im Hafen. Auf dem LKW-Parkplatz Bodaanweg im Waalhaven können jetzt bis zu acht Elektro-LKW gleichzeitig laden.

Hafen Rotterdam Boudewijn Siemons Vincent Karremans TIR transNews
Boudewijn Siemons, Stadt Rotterdam, und Vincent Karremans,Interims-CEO Port of Rotterdam Authorities (Foto: Kelly Alexandre)

Studien zeigen, dass rund 70 Prozent der Containerfahrten auf Strassen innerhalb der Region bleiben. Elektro-LKW sind ideal geeignet, um Fahrten über diese relativ kurzen Distanzen nachhaltiger zu gestalten. TRE hat daher in Zusammenarbeit mit der Port of Rotterdam Authority die ersten fünf Ladesäulen auf dem LKW-Parkplatz installiert, der Platz für insgesamt acht Elektro-LKW bietet. Die LKW-Parkplätze sind für einen sicheren, komfortablen Aufenthalt konzipiert. Die Park- und Ladebuchten werden rund um die Uhr überwacht. Für den Ladevorgang ist noch keine Reservierung erforderlich. Elektro-LKW können sich direkt an der Sprechanlage an der Einfahrt melden. Für Elektro-LKW werden keine Parkgebühren erhoben, sie können jedoch alle Einrichtungen des bewachten LKW-Parkplatzes nutzen.

Projekt in Rotterdam breit abgestützt

Das Projekt im Waalhaven wurde in Zusammenarbeit mit ABB E-mobility, Batenburg Techniek, KWS Infra, Stedin sowie mit VARO Energy realisiert, die für TRE den Betrieb der Ladesäulen übernimmt. Darüber hinaus ist die Initiative Teil des Wissensprogramms Living Lab Heavy Duty Loading der nationalen Strassen- und Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat. Vincent Karremans, Beigeordneter für Umsetzung, öffentlichen Raum und Mobilität der Stadt Rotterdam: «Je mehr leise, saubere und nachhaltige LKW in Stadt und Hafen verkehren, umso positiver ist das. Mit diesem Ladeplatz setzen wir einen weiteren Schritt hin zu einer nachhaltigeren LKW-Flotte und einem lebenswerteren Rotterdam um.»

Boudewijn Siemons, COO und Interims-CEO der Port of Rotterdam Authority: «Nachhaltige Logistik ist ein wichtiger Pfeiler unserer Strategie für einen zukunftssicheren Hafen mit Netto-Null-CO2-Emissionen. Die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur für LKW kann die Transportbranche nachhaltiger machen. Der elektrische Güterverkehr trägt auch direkt zur Verbesserung der Luftqualität im Hafen bei.» Ton Barten, Direktor von TRE: «Spediteure können smarte Kombinationen planen, indem sie zum Beispiel ihre LKW aufladen, während die Fahrer auf dem Parkplatz ihre gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause einlegen. So kann der Übergang zum nachhaltigen Transport ohne Zeitverlust komfortabel, sicher und einfach umgesetzt werden. Dies ebnet den Spediteuren den Weg, nachhaltiger zu werden und in einen elektrischen Fuhrpark zu investieren.»

Ladesäulen als wichtiger Faktor für nachhaltigen Transport

Laut einer Studie der niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) im Auftrag der Port of Rotterdam Authority vom Januar 2022 sind bis 2030 rund 2000 Elektro-LKW im Hafengebiet zu erwarten. Hierfür werden etwa 50 Ladesäulen benötigt. Im Jahr 2021 haben Unternehmen wie Innocent Drinks und Den Hartogh bereits die ersten elektrisch betriebenen 50-Tonner in Rotterdam in Betrieb genommen und 2022 hat DFDS einen Auftrag über mehr als 125 Elektro-LKW in Europa erteilt, von denen einige auch in Rotterdam zum Einsatz kommen werden. Neben der Elektrifizierung werde auch Wasserstoff eine Rolle im nachhaltigen Verkehr spielen.

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