Erste Scania bei Feldmann Pneukran + Transport
ABLIEFERUNG Erstmals sind im Fuhrpark der Feldmann Pneukran + Transport AG auch Nutzfahrzeuge von Scania anzutreffen. Nicht nur einer, sondern gleich zwei, welche für Spezialaufgaben zum Einsatz gelangen.

1990 begann Andreas Gnädinger, Inhaber der Feldmann Gruppe, mit dem Aufbau eines eigenen Mobilkran- und Lastwagen-Parks für seine eigene Bauunternehmung in Bilten GL. Diese neue Geschäftsidee blieb natürlich nicht verborgen und schon bald war man nicht nur für die eigene Bauunternehmung unterwegs, sondern bot diese neue Dienstleistung auch externen Firmen an. So entstand im Jahr 2000 die heute schweizweit bekannte Feldmann Pneukran + Transport AG.

Mit rund 60 Mitarbeitenden gehört diese Unternehmung zu einer der schweizweit grössten Anbieterinnen in den Bereichen Mobilkrane sowie Spezial- und Schwertrans-porte. Heute stehen dabei tagtäglich 22 Mobilkrane mit Arbeitshöhen bis 128 Meter und Hubkräften bis 400 Tonnen, 13 Sattelzugmaschinen und Schwerlast-Sattelzugmaschinen sowie vier Lastwagen-Kranfahrzeuge im Einsatz. Doch nicht nur im Bereich rollender Fuhrpark ist man stetig angewachsen, auch mit Kessel- und Baggerbrücken, Flachbett- und Teleskop-Auflieger, kombinierbare Schwerlastmodule bis 23 Achsen und 483 Tonnen Nutzlast, 16 Miniraupenkrane, Begleit- und Aus-sendienstfahrzeuge konnte der Geschäftsbereich der Feldmann Pneukran + Transport AG gezielt ausgebaut und sinnvoll ergänzt werden, um als globaler Dienstleister tätig zu sein.

Tiefe Chassishöhe im Fokus
Bei einem der beiden neuen Scania handelt es sich um ein R540 B 8×4 NB Fahrgestell aus der R-Baureihe. Um zum einen möglichst grosse Transportgüter von A nach B transportieren zu können, war eines der Hauptaugenmerke eine möglichst tiefe Chassishöhe. Dafür wurde als erstes ein vollluftgefedertes NB-Fahrgestell auf einer 60er Niederquerschnittbereifung definiert. Auf dieser Basis konnte mit einer wechselbaren Brücke mit lediglich 103 cm Höhe eine maximale Ladehöhe erzielt werden. Doch der neue Vierachser sollte nicht nur «Lastenträger» sein, sondern auch als Sattelzugmaschine mit einem Flachbett-Auflieger für langes Transportgut eingesetzt werden können. Um die transportierten Lasten, egal ob auf Brücke oder Auflieger, gleich vor Ort an den neuen Bestimmungsort heben zu können, bekam der neue Vierachser von der Firma Hodel Betriebe AG hinter der Kabine einen Effer 955 95 m/t Kran aufgebaut, inklusive 45-t-Front- und vier seitliche Abstützungen zur bestmöglichen Stabilisierung. Ein Fahrzeugprojekt, wie es bislang im Fuhrpark der Feldmann Pneukran + Transport AG noch nicht vorhanden war.

Der zweite neue Scania R540 B 10×4*6 NB ist bezüglich Motorisierung und Fahrerhaus identisch, verfügt aber noch über eine lenk- und liftbare Nachlaufachse. Dieses neue Fahrzeug ist ein 1:1-Ersatz für ein bisheriges Fahrzeug. Hinter dem Fahrerhaus wurde ein Palfinger PK 92002 92 m/t Frontkran aufgebaut. Im Gegensatz zum Vierachser ist die Ladebrücke der Walser Schweiz AG fix und auch hier konnte dank 70er Bereifung eine tiefe Brückenhöhe von 113 cm erzielt werden. Eine weitere Besonderheit bei diesem neuen Fünfachser ist die Möglichkeit einer Achslastübertragung durch das Entlasten der vierten und fünften Achse, was eine bedeutend höhere Wendigkeit ermöglicht. Bei engen Zufahrten und Lade- oder Abladestellen ein ganz grosser Vorteil, wie die Fahrer schon nach den ersten Einsätzen zu berichten wussten.

Zwei Standorte, zwei Einsatzprofile
Der Vierachser kommt ab Standort Dietlikon überwiegend als flexibles Montage- und Transportfahrzeug zum Einsatz und der neue Fünfachser ab Standort Schmerikon als Transportfahrzeug mit der Möglichkeit, unteilbare Lasten von bis zu 12 Tonnen selbst transportieren zu können. Gerade der neue Vierachser kann in Kombination mit einem 2-Achs- und um fünf Meter ausziehbaren HRD-Trailer äusserst flexibel als «Nachschub»-Fahrzeug oder als Solo-Fahrzeug für den Glastransport mit gleichzeitiger Glasmontage eingesetzt werden.

Beide Fahrzeuge aus der R-Baureihe von Scania verfügen jeweils über 10-t-Vorderachsen und werden durch identische Reihen-Sechszylinder-Motoren mit 540 PS und einem Drehmoment von 2700 Nm bewegt. Dank «Clutch on Demand» Kupplungssystem, bei dem der Fahrer bei Bedarf auch manuell die Kupplung betätigen kann, lassen sich die beiden neuen Scania exakt und millimetergenau manövrieren. Als Fahrerhaus wurde eine geräumige und vor allem übersichtliche CR17N Fahrerkabine gewählt, in der es dem Fahrer an nichts fehlt. Dabei konnten die beiden neuen Scania bereits auf den ersten Touren durch den hohen Fahrkomfort, die hervorragende Verarbeitung und der entsprechenden Ruhe im Fahrerhaus überzeugen, wie Jürg Balli, Projektleiter bei der Beschaffung dieser beiden Fahrzeuge berichtet.
