Erstes Schweizer Scania BEV 3.0 an FBB Unternehmen übergeben
SCHWEIZER PREMIERE Aus den Händen von MD Francesco Romano durfte Christian Gubler, Verwaltungsratspräsident der FBB Unternehmen, am 29. April 2024 den Schlüssel für den ersten Kunden-BEV 3.0 in der Schweiz in Empfang nehmen.

Die FBB ist ein führender Produzent von Baustoffen wie Mauersteinen, Beton, Strassenbelägen und Kies. Der Grundstein der heutigen FBB Gruppe wurde mit der Gründung der Firma Edy Bosshard im Jahr 1927 gelegt. Heute noch ein traditioneller Familienbetrieb, beschäftigt das Unternehmen aktuell rund 230 Mitarbeitende an diversen Standorten in den Kantonen Zürich, Aargau, Luzern, Bern und Glarus. Es deckt mit seinen Tätigkeiten und Produkten die gesamte Wertschöpfungskette ab, vom Abbau der Kiesmaterialien, über die Herstellung diverser Baustoffe bis zu deren Rückbau und Rückführung in den Stoffkreislauf. Für die daraus anfallenden Transportaufgaben sind gut 100 firmeneigene Lastwagen im Einsatz.

FBB Unternehmen bestrebt, Güter möglichst umweltfreundlich zu transportieren
Die Gruppe hat als eine der ersten Schweizer Firmen 1966 ein eigenes Anschlussgleis im Werk Hinwil errichtet. Heute sind vier Werke an das Schienennetz angeschlossen (Hinwil, Kloten, Bäretswil und Pfäffikon ZH). Mit dem Bau der Bahnverladestation für Aushub in Pfäffikon ZH wurde die Infrastruktur im Zürcher Oberland geschaffen, um die vom Kantonsrat 2021 beschlossene Modalsplit-Vorgabe umzusetzen. Diese verlangt, dass sauberer Aushub ab einem Volumen von 25’000 m³ zwingend mit der Bahn abtransportiert werden muss.

Um die Kette des emissionsarmen Baustofftransports zu schliessen, wurde die Evaluation von Elektro-Lastwagen in Angriff genommen. Als Scania im Frühling 2022 die Lancierung von elektrischen 42-t-Zugmaschinen bekannt gab, entschloss man sich bei der FBB, gleich zwei dieser neuen Fahrzeuge zu bestellen. Zukünftig ist das Traditionsunternehmen in der Lage, den Kunden ein umweltfreundliches Transport-Gesamtkonzept anzubieten. Die beiden Scania BEV 45R A 4×2 NB kommen überwiegend auf befestigten Strassen zum Einsatz, wie z. B. für den Transport von Kies-Komponenten oder von Ausbau- und Neu-Asphalt.

Erwartungen an die beiden neuen BEV-Scania
Angesprochen auf die Erwartungen an die beiden neuen BEV-Scania, musste Dominik Tanner, Co-Werkstatt-Chef der FBB Unternehmen nicht lange überlegen. «Wir erwarten von den beiden Fahrzeugen einen möglichst störungsfreien Betrieb, wie wir dies von einem Diesel-LKW auch erwarten. Uns ist bewusst, dass E-Mobilität mit LKW für alle Beteiligten Neuland ist. Vor allem betreffend Reichweiten und Aktionsradien wollen wir erste Erfahrungen sammeln. Ebenfalls wollen wir die Alltagstauglichkeit der beiden Fahrzeuge im normalen Betrieb testen»

Um den reibungslosen Einsatz sicherstellen zu können, wurde bereits im Vorfeld im Werk Hinwil eine Ladeinfrastruktur installiert. Mit dieser können beide Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Falls sich diese neue Antriebstechnik bewährt und die Fahrzeuge die FBB Anforderungen erfüllen, soll die BEV Fahrzeugflotte sukzessive weiter ausgebaut werden. Dies wird den Ausbau der Ladeinfrastruktur an weiteren Standorten mit sich ziehen. Die Beschaffung von Battery Electric Vehicle ist nur ein Teil der Umsetzung der Firmen Nachhaltigkeits-Strategie. Im kommenden Jahr wird unter anderem die Installation einer weiteren PV-Anlage mit rund 2500 kWp in Hinwil realisiert.
