VWN testet mobile Paketstation von pakadoo
LETZTE MEILE Volkswagen Nutzfahrzeuge und das Start-up pakadoo testen seit dem 29. September in Hannover eine mobile Paketstation. In der ersten Phase des Tests werden dabei private Pakete an einem zentralen Punkt angeliefert und per e-Crafter übergeben.

Die Idee von pakadoo ist es, Pakete dort zu empfangen, wo man sich tagsüber aufhält. Das ist in vielen Fällen das Büro. Unternehmen richten dazu einen sogenannten „pakadoo point“ ein, an dem die privaten Pakete unabhängig vom Paketdienstleister entgegengenommen, eingelagert und an die Mitarbeiter ausgegeben werden. Die Adressaufkleber mit der PAK-ID werden gescannt und die Mitarbeiter per Mail oder Push-Nachricht der myPAKADOO-App über die angelieferten Pakete informiert.
Auf grossen Firmengeländen ist es jedoch unpraktisch, nur eine einzige zentrale Abholstelle einzurichten. Das gilt auch für Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover. Auf dem 1,1 Quadratkilometer grossen Areal sind rund 15’000 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Ausgangslage war geradezu ideal für die Abteilung New Business Development, die sich um die Entwicklung von Dienstleistungen als eigenständige Geschäftsmodelle (Transport-as-a-Service, TaaS) kümmert. Zusammen mit pakadoo konzipierte sie ein Pilotprojekt, um die Möglichkeiten für mobile Paketstationen auszuloten. In der ersten Phase des Pilotprojekts werden die Pakete an einem zentralen Punkt angeliefert und gemäss Tourenplan an einer von elf frei wählbaren Haltestellen übergeben.

Seit dem 29. September 2020 fährt ein e-Crafter von VWN die Privatpakete an die verschiedenen Haltestellen auf dem Firmengelände aus. Die Mitarbeiter werden per E-Mail bzw. Push-Nachricht über die ankommende Lieferung informiert, sodass sie kurz darauf ihr Paket an der Haltestelle abholen können, die am besten passt: direkt vor dem Büro, an der Kantine oder auf dem Weg nach Hause. Die Abholzeiten an den einzelnen Haltestellen sind dabei im Tourenplan festgelegt. Sollte sich das Fahrzeug verspäten, werden die Empfänger informiert. Ziel ist auch die Gewinnung von Daten zum Nutzerverhalten, z.B. wo die Mitarbeiter die Pakete am liebsten abholen möchten. Wenn der Pilot erfolgreich verläuft, soll das Konzept zu autonom fahrenden „pakadoo point“-Paketstationen weiterentwickelt werden.